Konzept
Die von uns eingerichteten pädagogischen Rechnernetze folgen einem 1999 erarbeiteten und seit dem in einigen Details verbessert bzw. an neue Gegebenheiten angepassten Konzept. Zentraler Bestandteil ist eine Benutzerverwaltung, bei der jeder Schüler und Lehrer einen persönlichen passwortgeschützten Zugang mit eigener E-Mail-Adresse erhält; ein anonymes Arbeiten an den Rechnern ist nicht mehr möglich. Jeder Benutzer kann sich an einem beliebigen Gerät anmelden und findet dort seine persönliche Arbeitsumgebung incl. seiner eigenen Dateien und E-Mails wieder. Die Zuverlässigkeit des Systems wird einerseits durch Absicherung der Windows-Systeme durch Policies und inzwischen auch Festplattenschutzkarten, andererseits durch Verwendung des sehr sicheren und stabilen Linux auf dem Server erreicht.
Für Datenspeicherung und -austausch stehen verschiedene Verzeichnisse zur Verfügung. Zunächst hat jeder Benutzer ein Laufwerk für seine persönlichen Daten, auf das nur er Zugriff hat. Mit einem weiteren Laufwerk hat er die Möglichkeit, Daten im schulinternen Intranet zu veröffentlichen, etwa um die Erstellung von Webseiten zu üben. Zum Datenaustausch dienen Klassenverzeichnisse (jede Klasse hat ein Verzeichnis, in dem nur die Mitglieder der Klasse sowie alle Lehrer Zugriffsrechte haben) und ein globales Tauschverzeichnis, mit dem schulweit Dateien zur Verfügung gestellt werden können. Jeder Schüler hat zudem die Möglichkeit, einem bestimmten Lehrer eine Datei in sein öffentliches Verzeichnis abzulegen – dieses Verzeichnis hat eine Briefkastenfunktion
: Schüler können dort Daten ablegen, aber nur der entsprechende Lehrer kann sie dort entnehmen. Dieses Verzeichnis dient zum Beispiel dem Einsammeln von Schülerarbeiten.
Insbesondere von den weniger erfahrenen Lehrern wird geschätzt, dass sich alle Rechner gleich verhalten und dass sich die Oberfläche auch nicht durch einen experimentierenden Schüler
ändern lässt. Soblad sich dieser Schüler abmeldet sind alle Einstellungen für die folgenden Benutzer an diesem Gerät wieder auf den Standardwerten. Diese Eigenschaft trägt mit dazu bei, dass sich alle Schüler und Lehrer vollständig auf die Funktionalität des Systems verlassen können; die Erfahrung hat gezeigt, dass die Ausfallzeiten auf wenige Stunden pro Jahr gesunken sind, die in allen Fällen auf Hardwareausfälle zurückzuführen waren.