Primzahlen und Primzahlzwillinge.

Das Wort Primzahl kommt aus dem Lateinischen (numeri primi = dt. einfache Zahlen). Als Erste haben sich die Pythagoreer mit ihnen beschäftigt.[+]

Eine Zahl ist prim, wenn sie nur durch 1 und durch sich selbst teilbar ist. Beispiel: 7 ist eine Primzahl, weil sie nur durch 1 und 7 ohne Rest teilbar ist. Ich definiere dementsprechend die Menge tex2html_wrap_inline967 der Primzahlen:

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Mit der Prozedur summe_der_teiler, die dem tex2html_wrap_inline971 entspricht, schreibe ich nun eine Funktion prim (s. Seite [*]).

EUKLID hat bewiesen, dass es unendlich viele Primzahlen gibt. TSCHEBYTSCHEW bewies, dass zwischen x und einschliesslich 2x immer eine Primzahl liegt, vorausgesetzt tex2html_wrap_inline977 . GOLDBACH behauptete, eine Zahl tex2html_wrap_inline979 ist immer aus zwei Primzahlen zusammengesetzt, doch niemand konnte das bis jetzt beweisen. Hier muss x grösser als 2 sein.[+]

Bis jetzt ist nicht bekannt, wie man direkt testen kann, ob eine Zahl n prim ist. Die einzige Möglichkeit ist das Testen aller Zahlen unter n, ob sie Teiler von n sind, was bei grossen Zahlen sehr zeitaufwendig ist.

Mit dem Sieb des ERATOSTHENES kann man leicht alle Primzahlen bis zu einer bestimmten Grenze herausfinden. Zuerst schreibt man alle Zahlen bis zur gewünschten Grenze in einem Raster auf und streicht dann alle Vielfachen von 2, die 2 selbst bleibt aber stehen. Dann werden alle Vielfachen von 3 gestrichen, die durch 4 teilbaren sind schon im ersten Durchgang gestrichen worden. So verfährt man mit 5 usw. bis zur Obergrenze. Die dann übrigbleibenden Zahlen sind prim. Die Primzahlen zwischen 2 und 50 zeigt das folgende Raster:

Primzahlen

Statt die Zahlen durchzustreichen, habe ich sie grau geschrieben.

Im Sieb des ERATOSTHENES habe ich die 1 bewusst weggelassen, denn auf die Frage, ob die 1 eine Primzahl ist, habe ich in keinem Buch eine Antwort gefunden.[+] Einerseits heisst es in der Definition, dass eine Zahl keine anderen Teiler ausser 1 und sich selbst hat. Nun ist 1 aber gleich der Zahl selbst, gilt die Regel trotzdem? Man könnte die Definition auch so aufstellen, dass eine Primzahl genau zwei Teiler hat. Dann wäre die 1 auf keinen Fall in der Menge der Primzahlen enthalten. In meiner Menge tex2html_wrap_inline967 ist die 1 nicht enthalten, denn tex2html_wrap_inline993 und 1 + 1 = 2 . Ob die 1 eine Primzahl ist, ist also scheinbar Definitionssache.

Dafür, dass 1 keine Primzahl ist, spricht, dass jede Zahl in Primfaktoren zerlegt werden kann. Dabei wird die Zahl als Produkt von mehreren Primzahlen geschrieben. Die Zuweisung zwischen der Zahl und ihren Primfaktoren ist in beide Richtungen eindeutig, z.B. tex2html_wrap_inline997 . Wenn jetzt aber die 1 auch eine Primzahl wäre, dann gäbe es mehrere Multiplikationen mit dem Ergebnis 6: z.B. tex2html_wrap_inline999 oder tex2html_wrap_inline1001 .

Primzahlzwillinge nennt man zwei Primzahlen, die die Differenz 2 haben, z.B. 3 und 5, 5 und 7 etc. Mit Variablen ausgedrückt bedeutet das, es gibt eine Zahl tex2html_wrap_inline1003 und eine tex2html_wrap_inline1005 , deren Differenz x - y = 2 ist. Dazu habe ich eine Funktion primzahlzwilling geschrieben, die testet ob es zu einer Zahl x einen Primzahlzwilling gibt.

Durch eine geschickte or-Verknüpfung in meiner Funktion werden sowohl Zwillinge grösser x als auch kleiner x gefunden.


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Ansgar Jonietz