Nächste Seite: 2. Grundstruktur
Aufwärts: Entwicklung eines Softwaresystems zur
Vorherige Seite: Haftungsausschluss
  Inhalt
1. Einleitung
In vielen Schulen existieren mittlerweile Bibliotheken zur Einbindung in den Unterricht, eine repräsentative Umfrage der STAATLICHEN BÜCHEREISTELLE RHEINHESSEN-PFALZ (siehe [4]) ergab, dass 69% der rheinland-pfälzischen Schulen über eine Schulbibliothek verfügen. In dieser Umfrage wurde auch deutlich, dass von diesen nur 19% IT-gestützt verwaltet werden. In allen Anderen wird ausschließlich die traditionelle Karteikarte als Speichermedium verwendet.
Die Bibliotheksverwaltung durch Karteikarten hat jedoch Nachteile, die durch eine IT-gestützte Verwaltung vermeidbar sind:
- Der Datenbestand kann nur eingeschränkt durchsucht werden. Es kann nur die Sortierung des Kataloges genutzt werden. Eine automatische Schlagwortsuche über alle zu einem Buch vorhandenen Angaben ist nicht möglich.
- Die Karteikarten sind nur an einem Platz zu nutzen, und das auch nur von wenigen Benutzern gleichzeitig. Per Computer ist die Recherche durchaus auch aus dem Klassenraum bzw. Computerraum denkbar. Voraussetzung ist die Netzwerkfähigkeit der Verwaltungssoftware.
- Traditionelle Systeme können Vorgänge nicht automatisieren und ohne Benutzereingriffe ausführen. Eine Verwaltungssoftware kann beispielsweise ohne manuelle Eingriffe Mahnungen verschicken.
Zur EDV-gestützten Verwaltung gibt es kommerzielle Programme. Diese Programme werden laut [4] in 44% der elektronisch verwalteten Schulbibliotheken genutzt. Doch auch diese Systeme sind nicht immer optimal für den Einsatz in der Schule geeignet:
- Die verbreiteten Softwaresysteme kosten meist 5000 DM und mehr. Der durchschnittliche Etat für die Schulbibliothek wird mit etwa 2000 DM pro Jahr angegeben - wohlgemerkt für Bücher und Verwaltung. Das erklärt die geringe Verbreitung kommerzieller Systeme.
- Einige Programme sind (noch?) nicht netzwerkfähig. Daraus folgen die gleichen Einschränkungen wie bei den Karteikarten: alle Daten sind nur an einem Platz und von einer Person gleichzeitig nutzbar. Daher können solche Programme in Schulen nur sehr beschränkt eingesetzt werden.
- Die meisten erhältlichen Programme sind für ein Betriebssystem entwickelt worden, beispielsweise für MICROSOFT WINDOWS. Computer mit anderen Systemen wie LINUX oder MAC OS können nicht auf die Datenbestände zugreifen. Benötigt wird also ein betriebssystemübergreifender Standard, da gerade in Schulen verschiedenste Betriebssysteme zum Einsatz kommen.
- Standardsoftware läßt sich nur in den seltensten Fällen auf Bedürfnisse der Schule anpassen, da die Quellen meist nicht offengelegt und Schnittstellen zu neuen Modulen nicht vorgesehen sind. Doch könnten gerade in der Schule benötigte Module selbst programmiert werden, beispielsweise im Informatikunterricht.
Ziel meiner Arbeit ist es daher, ein preisgünstiges Softwaresystem zu entwickeln, dass obige Nachteile vermeidet. Es soll betriebssystemübergreifend im Netzwerk nutzbar und modular zu erweitern sein.
Nächste Seite: 2. Grundstruktur
Aufwärts: Entwicklung eines Softwaresystems zur
Vorherige Seite: Haftungsausschluss
  Inhalt
Ansgar Jonietz