Noch vor dem Einzug in das kulturelle Leben verbreiteten Rechner sich ab etwa 1980 auch mehr und mehr in Schulen. Aus den zuerst vereinzelt auftretenden Geräten (die oft soviel kosteten wie heute der Großteil einer Rechnersaal-Ausstattung) entwickelten sich über den Zeitraum einiger Rechnergenerationen hinweg in vielen Schulen wahre Konglomerate von Soft- und Hardware der unterschiedlichsten Systeme, die heterogener kaum hätten sein können.
In den 80er Jahren wurde eigentlich keine Schule "vollständig", also mit einem durchdachten Gesamt-Konzept ausstaffiert, es blieb weiter bei Insellösungen, die unterrichtlich hauptsächlich von "Experten" genutzt wurden - verständlich, war doch ein Computer etwas völlig Neues, ein dem Großteil der Bevölkerung höchstens dem Namen nach bekanntes technisches Gerät.
Mit Beginn der 90er Jahre wurden einige Schulen bereits intern vernetzt, um Dienste und Ressourcen gemeinsam nutzen zu können. Diese Netze waren aber fast vollständig begrenzt auf einen Raum, selten auf ein Gebäude. Von "Weltweiter Vernetzung" oder dem Anschluß einer Schule an das (wohl schon existente) Internet sprach lange Zeit noch niemand.
Auch heute - inzwischen ist das Internet jedem bekannt - werden Schulen mehr oder weniger regelmäßig mit neuen Rechnergenerationen ausgestattet, um den neuen, aktuellen Ansprüchen gerecht werden zu können. Gerade die neuen Anwendungen aus den Bereichen Intranet, Internet und Multimedia werden in Zukunft verstärkt in Schulen eingesetzt. Zwangsläufig ergibt sich aus diesen aktuellen Anwendungen die Forderung nach einer umfassenden Modernisierung und Neukonzeption des Schulnetzes, die sich nicht nur auf die Anschaffung neuer Hard- und Software beschränken darf. Eine reibungslose Integration dieser neuen Anwendungen in die Schule erfordert eine umfassende Analyse des schulischen Umfeldes und die Entwicklung eines Netzkonzepts, das die gesamte Schule einbezieht.
Die unterschiedlichen Anforderungen an ein schulisches Netz als Gesamtheit seiner technischen und pädagogischen Fähigkeiten sollen analysiert und daraufhin untersucht werden, ob sie vereinbar oder etwa widersprüchlich sind. Der unscharfe Titel "Pädagogische Rechnernetze" umreißt schemenhaft den Inhalt und wird oft als Schlagwort gebraucht, präziser sollte es heißen: "Pädagogische und technische Anforderungen an ein Rechnernetz in allgemeinbildenden Schulen". Wird eine Schule neu ausgestattet, so sind eine Vielzahl an Dingen zu beachten, die, wenn mißachtet, später kaum zu ändern sind. Bei diesen unscheinbaren Details handelt es sich beispielsweise um den genutzten Raum oder den in ihm vorhanden Bodenbelag. Im Anhang wird schließlich knapp skizziert, wie ein solches pädagogisches Netz ungefähr aussehen kann (nicht muß), es wird aber keine detaillierte Bauanleitung gegeben. Dabei sollen die dem konkret realisierten Netz zugrundeliegenden Ideen vermittelt werden.
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Statt
[Grundkurs]
Referat Lehrerfortbildung Baden-Württemberg: Lokales Netz unter Linux. Grundkurs für Netzwerkberater. Mai 1998
http://lbs.bw.schule.de/mmlfb/netz/grundkurskurs/index.html
muß es
[Grundkurs]
Referat Lehrerfortbildung Baden-Württemberg: Lokales Netz unter Linux. Grundkurs für Netzwerkberater. Mai 1998
http://lbs.bw.schule.de/mmlfb/netz/grundkurs/index.html
heißen. Leider ist der Grundkurs dort nicht mehr zu erreichen.
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