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Computereinsatz in der Schulverwaltung

Schon 1978 wurde im Zwischenbericht des ,,Modellversuchs zum Computereinsatz in Unterricht und Verwaltung`` [Bericht 20, S. 9] die Feststellung gemacht, dass sich Erfahrungen aus anderen als schulischen Verwaltungsbereichen nur schwerlich auf die schulische Verwaltung übertragen lassen. Andererseits ist ,,die Anwendung von Computersystemen als Werkzeug der Verwaltung in der Schule ... jedoch mit Blick auf die Entlastung von Routineaufgaben in der Schulverwaltung von nicht zu unterschätzender Bedeutung, insbesondere wenn dadurch für Schulleitung, Lehrkräfte und Verwaltungsmitarbeiter Freiräume für pädagogische und Beratungsaufgaben gewonnen werden.``60

Demgegenüber steht allerdings die Feststellung, dass zumindest ,,ISIS [...] den meisten Schulen kurzfristig keine Arbeitszeiteinsparung [bringt]: 25% der Schulen bestätigen das ... mit der Begründung, daß die Arbeit lediglich umverteilt wird und die Einarbeitungsphase sicher noch keine endgültigen Aussagen zulässt. Allerdings wird eine Qualitätsverbesserung, größerer Komfort und eine Verbesserung des Arbeitsklimas festgestellt.``61 Problematisch an dieser Feststellung ist lediglich, dass der Lebenszyklus von Software-Produkten derart kurz ist, dass praktisch vor Ablauf der Einarbeitungszeit schon neue Programmversionen erscheinen, die alles anders, natürlich besser, machen.

Um die Anforderungen, die eine Schulverwaltung stellt, erkennen zu können, bedarf es folglich einer sorgfältigen Analyse. An dieser Stelle interessieren uns hauptsächlich die Anforderungen, die sich im weitesten Sinne direkt oder indirekt auf die zu verwendenden Rechner bzw. das Rechnernetz (sofern eines eingesetzt wird / eingesetzt werden soll) beziehen. Dies beinhaltet dann auch anzuwendende Rechts- oder sonstige Vorschriften, sofern sie für diesen Sachverhalt zutreffend sind.

SARNOW kritisiert:

,,[Es gibt] keine öffentlich sichtbare Umsetzung von Schulgesetzen, Verordnungen oder Erlassen in einer maschinennahen Form. Das heißt, es existieren öffentlich weder Flußdiagramme noch Struktogramme62 oder Datenbankmodelle, wie sie zur Modellierung einer modernen Verwaltung erforderlich wären. ... Zu allem Überfluß sind bei allen Fördermodellen auch Computer in der Schulverwaltung ausgenommen worden. Nicht ganz zu unrecht, denn schließlich sollte mit den Förderprogrammen der Unterricht modernisiert werden und nicht die Schulverwaltung.``63
Er fordert deshalb ,,die Formulierung der Schulverwaltungsaufgaben in einer maschinenbrauchbaren Form. Diese Arbeit kann nur das Kultusministerium des jeweiligen Landes übernehmen oder in Auftrag geben.``64



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Daniel Jonietz