Bei einem Telefonat159 erfuhr ich, dass eine Schule ihr Verwaltungsnetz ohne weitere Vorsichtsmaßnahmen an das Internet angeschlossen habe. Man begründete dies damit, dass einerseits auf dem Server keine Daten lägen (diese seien bewusst auf die angeschlossenen Arbeitsplatzrechner verteilt)160und durch die Vernetzung kein externer Zugriff aus dem Internet auf die Arbeitsplatzrechner möglich sei. Andererseits sei das Verwaltungsnetz nur vormittags in Betrieb; die einzigen potenziellen Angreifer seien Schüler, die vormittags in der Schule säßen -- also gebe es vormittags keine Gefährdung. Da nun pädagogisches und administratives Netz intern getrennt seien, könnten, so die Meinung der Schule, Schüler ja nicht auf Verwaltungsdaten zugreifen. Dass beide Netze an das Internet angeschlossen seien störe nicht, da man ja sowieso aus dem Internet nicht auf die Daten auf den Verwaltungsrechnern zugreifen könne.
Der Tatsache, dass fast alle Universitätsverwaltungen an das Internet angeschlossen seien, begegnete man argumentativ durch den ernsthaften Erklärungsversuch, dass in Universitäten keine so brisanten Daten gespeichert würden wie in der Schule.