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Alternativen

In der jungen Vergangenheit des Projektes EPoS wurde relativ häufig der Einsatz von Systemen wie PGP gefordert. Auch die Arbeitsgruppe VERWALTUNGEN UND KLINIKEN IM HOCHSCHULNETZ des BAYERISCHEN STAATSMINISTERIUMS FÜR UNTERRICHT, KULTUS, WISSENSCHAFT UND KUNST ist der Ansicht, dass ,,[f]ür den Austausch von Dateien mit vertraulichem oder besonders schützenswertem Inhalt [...] ein leistungsfähiges Verschlüsselungsverfahren wie PGP ... PEM ... oder S/MIME ... verwendet werden [sollte].``221 Durch das VPN-Verfahren werden alle nicht zugeordneten Institutionen und Personen gemäß dem Prinzip eines VPN von der sicheren Kommunikation ausgeschlossen. Nur wer einen Account im VPN hat, kann den gesicherten Kommunikationsweg nutzen. Beim Einsatz von PGP-Systemen wäre die Sicherheitszone beliebig erweiterbar gewesen.

Weshalb solche Verfahren nicht zum Einsatz kommen -- neben der Tatsache, dass diese Verfahren den Verwaltungsrechner nicht vor Angriffen aus dem Internet schützen können -- , schildert EIDEN:

,,Bei der Planung des Projektes wurden bewusst alle Verfahren der End-to-End-Security (PGP, S/MIME) aussen [sic!] vor gelassen, da der Aufbau einer CA (Certification Authority) in der kurzen Zeit nicht machbar gewesen waere [sic!].``222
Vielleicht wäre es angebracht gewesen, die Einführung elektronischer Kommunikation in Schulverwaltungen nicht zu überstürzen, sondern für die Planungsphase die Zeit in Anspruch zu nehmen, die für eine sinnvolle, sichere Lösung benötigt wird.

Während also das MBWW alle Schulen mit einem sicheren eMail-Anschluss ausstatten will, hat der Pilotversuch SPHINX223des Bundes zum sicheren eMail-Austausch in Bundesverwaltungen inzwischen die zweite Phase erfolgreich überstanden. An SPHINX nimmt auch das rheinland-pfälzische MINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT, VERKEHR, LANDWIRTSCHAFT UND WEINBAU teil.224 Bekanntermaßen ist ,,[z]ur Erzielung von Synergieeffekten [...] eine einheitliche Lösung anzustreben``225. Warum aber SPHINX trotzdem den Anforderungen und Vorstellungen des LMZ oder anderer Behörden nicht genügen soll, bleibt ungelöst. In Bayern wird ,,eine Bayerische Sicherheitslösung in offenen Kommunikationsnetzen für Diensteangebote [BASILIKA] entwickelt``,,,[u]m Transaktionen und Verwaltungsvorgänge mit hohen Anforderungen an die Datensicherheit künftig auch über offene Netze ... abwickeln zu können.``226


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Daniel Jonietz