Die mit Hilfe des Fragebogens gewonnenen Einblicke in die EDV-Systeme der Schulverwaltungen ergeben eine heterogene Ausstattung, sowohl hinsichtlich der verwendeten Hardware und Betriebssystemebene als auch hinsichtlich der zum Einsatz kommenden Schulverwaltungsprogramme. An zehn Schulen kommen neun verschiedene Produkte (mit sich nur teilweise überschneidenden Aufgabenbereichen) zum Einsatz. In der Regel werden keine Sicherheitsvorkehrungen außer dem Einsatz von Passwörtern und einem physikalischen Zugangsschutz getroffen. Dem Schutzbedarf hinsichtlich Verfügbarkeitsaspekten wird außer dem Einsatz von zusätzlichen Karteikarten nur gelegentlich durch Verwendung von Virenscannern oder Back-Up-Software Genüge geleistet. Datenschutzkonzepte existieren praktisch nicht. Weiterhin bestätigt die Befragung die Delegation von Zugang zu Schülerdaten erfordernden Aufgaben an Lehrer.
Die Vorteile einer Kopplung bzw. eines Zusammenschlusses sind den meisten Schulen nicht bewußt, im Gegensatz zu den sich ergebenden Gefahren. In erster Linie fällt das Stichwort ,,Datenschutz``, das sämtliche weitere Auseinandersetzung mit der Thematik blockiert. Die Begründungen sind -- außer den datenschutzrechtlichen Aspekten -- von teilweise konfusem Charakter.
Das Lastenheft für Schulverwaltungsprogramme des MBWW fordert indirekt ausreichend große Verwaltungsnetze, zu denen Lehrer Zugang haben sollen. Somit werden durch dem Lastenheft entsprechende Schulverwaltungssoftware die Vorteile eines Zusammenschlusses in ihrer Wirkung verstärkt; andersherum kann solche Schulverwaltungssoftware erst in zusammengeschlossenen Schulnetzen ihre ganze Funktionalität und Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.