Das gemäß den erarbeiteten Maßnahmen in der REALSCHULE SPEICHER aufgebaute Testsystem leistet damit auch den Anforderungen, die RITTERSHOFER in seinen ,,Visionen`` aufstellt, Genüge. Angesichts der verschiedenen realisierten Sicherheitsvorkehrungen erscheint die verbleibende Gefährdung klein genug. Gemäß der 80:20-Regel318 von EMRICH ist die Realisierung weitergehender Sicherheit mit entsprechend höheren Investitionen verbunden. Bei der zukünftigen Nutzung muss der Gedanke, dass es keine endgültige Sicherheit geben kann, stets beachtet werden, denn:
,,Was heute viel ist, ist morgen wenig.``319
Trotz einer ähnlichen Grobstruktur von Schule und Hochschule wird Sicherheit an Schulen mit anderen Maßstäben gemessen und die Gefährdung als wesentlich höher eingestuft, als dies in Hochschulen der Fall ist. In Schulen wird dem Gedanken eines Zusammenschlusses von administrativem und pädagogischem Rechnernetz immer noch ablehnend begegnet und der Aufbau dedizierter, vom pädagogischen Bereich strikt physikalisch getrennter, an das Internet angeschlossener Verwaltungsnetze forciert. Die im Hochschulbereich getroffene Entschließung:
,,Bei der heutigen Technologie ist die Neuanlage von geschlossenen Verwaltungsnetzen ... nicht mehr vertretbar und sinnvoll``320,sollte insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden positiven Wirkungen auf den schulischen Bereich übertragen werden, wobei aber die Notwendigkeit von das Netz betreuendem Personal nicht übersehen werden darf. Nach der Feststellung MEDITSCHS:
,,Sicherheitsprobleme, die durch die Öffnung eines Verwaltungsnetzes entstehen, sind beherrschbar¡`321,kann als Ergebnis dieser Arbeit festgehalten werden: Schulverwaltungen sollten die sich bietenden Möglichkeiten für offene Kommunikation in offenen Netzen intensiv nutzen. Mit dem Anschluss einer Schulverwaltung an das öffentliche Internet und der Beherrschbarkeit der sich dadurch ergebenden Sicherheitsprobleme gibt es bei Einsatz entsprechender Vorkehrungen keine hinreichend starken Gründe mehr, das schulinterne pädagogische Netz von der Kommunikation auszuschließen. Nachdem für den sicherheitsrelevanten Teil der Verwaltungsdatenhaltung und -kommunikation praktische, ausreichend sichere Lösungen zum Schutz vorliegen und sich durch eine Kopplung große Vorteile für alle an Schule beteiligten Personengruppen ergeben, gibt es keinen Grund, mit einer intensiven Kopplung noch länger zu warten.