Los geht's!
Damit es losgehen kann braucht man zunächst einen Jabber-fähigen Client – bei einer Auswahl von über Hundert Programmen sollte für jeden und jedes Betriebssystem etwas dabei sein, auch Handys und PDAs müssen nicht jabberfrei bleiben. Eine Liste findet sich auf http://www.jabber.org/web/Clients. Wer jetzt schon ganz vom Konzept überzeugt ist (wie ich :-) kann einen reinen Jabber-Client installieren, der keine anderen Protokolle beherrscht. Empfehlen kann ich Psi, der frei ist und auf Windows, Linux und Mac OS X läuft. Dann ist man allerdings für den Kontakt zu dem Fremdnetzen auf die Transports angewiesen.
Wer schon einen Multiprotokoll-Client wie Miranda, Gaim, Kopete, Trillian Pro usw. benutzt, hat es einfach: für die meisten gibt es ein Jabber-Plugin. Die Plugins unterstützen zwar nicht immer alle Jabber-Funktionen, aber zum sanften Umstieg auf Jabber bietet sich diese Lösung dennoch an, da die Verbindung zu anderen Netzen wie früher weiterläuft.
Bevor man nun seinen Jabber-Account erstellt, muss man sich für einen Server entscheiden – welcher gewählt wird spielt eigentlich keine besondere Rolle, in Deutschland bieten sich zum Beispiel jabber.ccc.de oder amessage.de an. Eine Liste von frei zugänglichen Jabber-Server wird unter http://www.jabber.org/web/Services geführt.
Wer bereits eine E-Mail-Adresse bei der United-Internet-Gruppe hat (also bei 1&1, GMX oder Web.de), hat bereits einen Jabber-Account: United Internet betreibt unter gmx.net einen Jabber-Server, der allen Kunden direkt ohne weitere Anmeldung zur Verfügung steht. Der JID entspricht einfach der E-Mail-Adresse. Auch alle Nutzer von Google Talk müssen sich nicht auf Serversuche begeben: Google Talk selbst basiert auf Jabber. In beiden Fällen kann natürlich auch ein anderer Jabber-Client genutzt werden, man ist nicht auf die vom Anbieter vorgegebene Software angewiesen.
Mit dem Client selbst kann dann direkt der Jabber-Account erstellt werden, dabei muss nur die gewünschte JID und ein Passwort gewählt werden, die JID setzt sich wie oben beschrieben aus dem gewünschten Namen und dem Servernamen zusammen, zum Beispiel mein_name@jabber.ccc.de. Falls es eine Fehlermeldung beim Anlegen des Accounts gibt ist vielleicht der gewünschte Benutzername auf diesem Server schon vergeben.
Wenn soweit alles geklappt hat kann man mit Jabber verbinden, in dem man seinen Status auf Online wechselt – willkommen im einzig wahren Instant-Messaging-Netz!